Literatur COVID-Cube

COVID-Cube – Text und Quellen

– Stand 17.09.2021 –

Quellen im Text in eckigen Klammern

Mein Schutz

Mit einer vollständigen Impfung sind Sie gut vor einer schweren COVID‑19-Erkrankung geschützt. Im Laufe von Monaten nimmt der Impfschutz etwas ab. Der Schutz vor der dominierenden Delta-Variante scheint etwas schwächer zu sein als der Schutz vor dem ursprünglichen Virus.

NACHGEFRAGT …

Wie gut schützen die Impfstoffe vor einer Infektion?

In Deutschland sind vier Impfstoffe zugelassen:

    • Comirnaty der Firmen BioNTech/Pfizer
    • Spikevax der Firma Moderna
    • Vaxzevria der Firma AstraZeneca
    • COVID-19 Vaccine Janssen der Firma Janssen (Johnson & Johnson).

Für die Zulassung der Impfstoffe wurde ihre Wirksamkeit in großen Studien belegt. Diese stammen aus der Anfangszeit der Pandemie. Inzwischen zeigt sich aber, dass das Virus sich immer wieder verändert. Für die jetzt dominierende Delta-Variante sind die Zulassungsstudien nicht sehr aussagekräftig. Deshalb ist man dazu übergegangen, die Wirksamkeit mit anderen Mitteln abzuschätzen: indem man den Anteil der geimpften Menschen in der Bevölkerung mit dem Anteil der Geimpften in der Gruppe der Erkrankten und schwer Erkrankten vergleicht. Das erlaubt eine relativ grobe Schätzung. Wären die beiden Anteile gleich groß, wäre die Impfung wirkungslos. Tatsächlich ist der Anteil der Geimpften in der Gruppe der Erkrankten deutlich kleiner als der Anteil der Geimpften in der Gesamtbevölkerung. [RKI 16.9.2021]

Welche konkreten Zahlen lassen sich ermitteln?

Das Robert-Koch-Institut hat aus den Daten der letzten Wochen folgende Werte abgeschätzt [RKI 16.9.2021]:

Für Menschen bis 60 Jahren:

    • Schutz vor Ansteckung 85 Prozent
    • Schutz vor Krankenhaus 96 Prozent
    • Schutz vor Intensivstation 97 Prozent
    • Schutz vor Tod 100 Prozent

Für Menschen ab 60 Jahren:

    • Schutz vor Ansteckung 83 Prozent
    • Schutz vor Krankenhaus 95 Prozent
    • Schutz vor Intensivstation 95 Prozent
    • Schutz vor Tod 92 Prozent
Bleibt der Schutz bestehen?

Der Schutz lässt im Laufe der Monate etwas nach, bei einigen nur wenig, bei anderen etwas mehr. Ob es sinnvoll ist, in bestimmten Abständen die Impfung aufzufrischen, weiß man noch nicht. Möglicherweise haben ältere Menschen einen Vorteil davon. [Thomas]

Was bringt die Impfung mir persönlich?

Das hängt vor allem davon ab, wie alt Sie sind. Mit dem Alter steigt die Gefahr steil an, dass Sie schwer erkranken oder sterben. Ihr persönlicher Nutzen hängt auch davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie sich anstecken. In strenger Quarantäne können Sie sich nicht anstecken, dann hat die Impfung auch keinen Nutzen für Sie. Wenn Sie aber Kontakte mit anderen Menschen haben, würden Sie ohne Impfung über kurz oder lang COVID-19 bekommen. Mit Impfung ist diese Gefahr sehr viel geringer.

Wie sieht es für Stillende und Schwangere aus?

Studien zeigen, dass geimpfte Mütter Antikörper gegen COVID-19 in ihrer Muttermilch an ihre Säuglinge weitergeben. Die Antikörper neutralisieren die Covid-Viren, so dass man von einem Schutz für die Säuglinge ausgehen kann [Perl]. Untersuchungen deuten außerdem an, dass geimpfte schwangere Frauen schützende Antikörper über die Nabelschnur an ihr ungeborenes Baby weitergeben [Collier]. Zudem haben Schwangere, die sich mit Covid-19 infizieren, vermutlich etwas höhere Risiken für eine vorzeitige Geburt, für Komplikationen mit Bluthochdruck und Organschäden (Präeklampsie), für einen Notkaiserschnitt und auch für eine Totgeburt. Dagegen wurden keine besonderen Impfschäden für Schwangere und ihre Babys beobachtet. Nach dem US-amerikanische Center for Disease Control and Prevention (CDC) empfiehlt auch die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut allen Schwangeren und Stillenden, sich impfen zu lassen. [Zauche; CDC 11.8.2021; STIKO 10.9.2021]

Können auch Kinder geimpft werden?

Ja. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Covid-Impfung auch für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Herdenschutz

Geimpfte Menschen stecken sich seltener mit dem COVID-Virus an und geben ihn deshalb auch seltener weiter. So schützen sie auch andere Menschen. Das nennt man Herdenschutz. Die Delta-Variante scheint jedoch von vielen infizierten Menschen – ob geimpft oder nicht geimpft – in gleicher Menge weitergegeben zu werden. Das schwächt den Herdenschutz-Effekt.

NACHGEFRAGT …

Warum ist ein Herdenschutz wichtig?

Impfungen schützen normalerweise nicht nur Sie selbst, sondern auch andere, weil Geimpfte das Virus nicht weitergeben. Wenn viele Menschen geschützt oder „immun“ sind, spricht man von Herdenschutz oder Herdenimmunität. So wurde dank der Impfung das Pockenvirus ausgerottet, das zuvor Millionen Menschen getötet hatte.

Braucht man dafür überhaupt eine Impfung?

Nein, eigentlich nicht. Unser Immunsystem erinnert sich an Viren und reagiert schnell, wenn es wieder zu einem Kontakt mit denselben Viren kommt. Es gab deshalb zu Beginn der Pandemie auch die Überlegung, auf Schutzmaßnahmen zu verzichten, und auf eine rasche, natürliche Herdenimmunität zu hoffen. Da jedoch zu viele infizierte Menschen schwer krank wurden und starben, entschieden sich fast alle Länder gegen diese Strategie [Deutsches Ärzteblatt, Schweden].

Wie gut eine überstandene COVID-19-Erkankung vor einer erneuten Erkrankung schützt, weiß man noch nicht genau. Eine Untersuchung aus Italien deutet darauf hin, dass eine durchgemachte Infektion gut vor einer erneuten Ansteckung schützt, sie aber nicht ausschließt. Der Schutz scheint mindestens ein Jahr zu halten [Vitale]. Andererseits gibt es Hinweise aus dem Amazonasgebiet, dass der Schutz schwächer sein könnte als erhofft. In Manaus ging man nach der 1. Welle im Mai 2020, in der sich weite Teile der Bevölkerung infiziert hatten, von einer Herdenimmunität aus. Mitte Januar aber kam es wider Erwarten zu einer 2. Welle. Ein Grund dafür könnte die Verbreitung von mutierten Viren sein [Taylor].

Eine Untersuchung aus Singapur zeigt, dass die Immunantwort mit Antikörpern, die das Virus neutralisieren, individuell sehr unterschiedlich ist. Nach Berechnungen der Wissenschaftler könnte die Immunantwort nur Wochen, aber auch Jahrzehnte bestehen bleiben [Chia].

Erzeugt die COVID-Impfung eine Herdenimmunität?

Teilweise. Geimpfte Menschen, die mit der dominierenden Delta-Variante des COVID-19-Virus in Kontakt kommen, stecken sich wahrscheinlich seltener an [Ellliott]. Wenn sie allerdings angesteckt sind, können viele von ihnen die Viren in derselben Menge weitergeben wie Nicht-Geimpfte [Brown; Bergwerk]. Auch vollständig Geimpfte können deshalb vermutlich deutlich zu einer Ausbreitung des Virus beitragen. [Deutsches Ärzteblatt 30.7.2021/2]

Nebenwirkungen

Leichte Nebenwirkungen der Impfung sind häufig, schwere Nebenwirkungen wie heftige allergische Reaktionen sind sehr selten. Nebenwirkungen treten fast immer schnell auf und gehen bald wieder weg. Es ist unwahrscheinlich, dass Schäden erst Monate oder Jahre nach der Impfung entstehen. Langfristige Folgen wären nur möglich, wenn die Impfung eine rasche Reaktion bewirkt, die dauerhaft bestehen bleibt. Es könnte sein, dass extrem seltene Nebenwirkungen erst auffallen, wenn sehr viele Menschen geimpft worden sind.

Weil die Impfstoffe von AstraZeneca sowie von Janssen wahrscheinlich sehr seltene Hirnvenenthrombosen vor allem bei jüngeren Menschen auslösen können, empfiehlt die Ständige Impfkommission, die Impfstoffe nur Menschen über 60 Jahren zu geben.

NACHGEFRAGT …

Woher weiß man das?

Eine wichtige Quelle sind wissenschaftliche Studien. Der Hersteller BioNTech beispielsweise begann im Frühjahr 2020 mit Studien der Phase 1 und 2, in denen es vor allem um die Verträglichkeit des Impfstoffs ging. Man testete dabei verschiedene Dosierungen. Als sich der Impfstoff bewährte, startete Ende Juli 2020 eine große Studie der sogenannten Phase 3. Auch die anderen Hersteller haben ähnliche Studien durchgeführt [RKI STIKO; Voysey].

Was kam bei den Studien heraus?

Hier sehen Sie die Nebenwirkungen nach der zweiten Injektion des BioNTech-Impfstoffs [RKI STIKO]. Die Zahlen bedeuten (dargestellt am ersten Beispiel): Schmerzen an der Einstichstelle bekamen von 100 Personen mit dem echten Impfstoff 78 Personen / mit dem Scheinimpfstoff 12 Personen.

    • Schmerzen an der Einstichstelle: 78 / 12
    • Abgeschlagenheit: 59 / 23
    • Kopfschmerzen: 52 / 24
    • Muskelschmerzen: 37 / 8
    • Rötung an der Einstichstelle: 6 / 1
    • Schwellung an der Einstichstelle: 6 / 0
    • Schwere Ereignisse: 0,3 / 0,3
    • Lebensbedrohliche Ereignisse: 0,1 / 0,1
    • Todesfälle: 0 / 0

Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Impfung Menschen unfruchtbar machen könnte.

Welche Erfahrungen hat man bisher gemacht?

Bis 15. September wurden weltweit 5,63 Milliarden Impfungen verabreicht [WHO Dashboard]. In Deutschland waren bis zum 15. September 62 Prozent aller Menschen zweifach geimpft [RKI]. Diese Erfahrungen sind neben den Studien eine zweite wichtige Quelle. Die gravierendsten Nebenwirkungen sind demnach heftige allergische Reaktionen, die lebensbedrohlich sein können, wenn man sie nicht rechtzeitig behandelt. Die Erfahrung aus 2 Millionen Impfungen [CDC]:

    • Heftige allergische Reaktionen gesamt: 21
    • Innerhalb von 30 Minuten: 18 von 21
    • Bei Allergikern: 17 von 21
    • In die Klinik eingewiesen: 4 von 21
Wie sollen sich Menschen mit Allergien verhalten?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) empfehlen für Menschen mit Allergien folgendes Vorgehen [BfArM]:

    • Menschen mit einer Allergie gegen Insektengifte, Pollen oder etwas anderes, aber nicht gegen einen Impfstoff, können die Impfung erhalten und brauchen nur die üblichen 15 Minuten nachbeobachtet zu werden.
    • Menschen mit einer schweren Allergie gegen einen Stoff, der zwar in Impfstoffen, aber nicht dem COVID-Impfstoff enthalten ist, können die Impfung erhalten, sollen aber 30 Minuten nachbeobachtet werden.
    • Menschen mit einer schweren Allergie gegen einen Stoff, der in den Impfstoffen enthalten ist, sollen sich in einem allergischen Zentrum beraten lassen.
    • Menschen, die auf die erste Impfdosis mit einer heftigen, potenziell lebensbedrohlichen allergischen Reaktion geantwortet haben, sollen keine zweite Dosis bekommen.
Gibt es langfristige oder seltene Folgen?

Bei Impfungen reagiert der Körper sofort. Es ist unwahrscheinlich, dass Reaktionen erst Monate oder Jahre nach der Impfung auftreten. Bislang wurden trotz der vielen Impfungen keine solche Reaktionen beobachtet. Denkbar ist aber, dass eine rasche Reaktion auf die Impfung über längere Zeit bestehen bleibt [Sax].

Es kann sein, dass extrem seltene Impfreaktionen bislang nicht aufgefallen sind. Alle Beschwerden, die über die normalen Reaktionen hinausgehen, sollen dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet werden. So können eventuell doch spät auftretende und sehr seltene Nebenwirkungen entdeckt werden.

Erhöhen die Vektorimpfstoffe (AstraZeneca und Janssen) das Risiko für Thrombosen?

Nein, für Thrombosen im Allgemeinen nicht. Doch es wird als plausibel angesehen, dass die Vektorimpfstoffe in sehr seltenen Fällen zu Thrombosen in Kombination mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) führen können. Diese Krankheit nennt man Thrombosen-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) [Rote Hand Brief Janssen].

Wie ist jetzt die Situation?

An Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung erkrankt in Deutschland etwa 1 von 100.000 geimpften Menschen [PEI 07.05.2021; RKI Impfquotenmonitoring]. Meist betrifft es Frauen unter 55 Jahren. Die STIKO empfiehlt, mit dem AstraZeneca-Impfstoff nur noch Menschen über 60 Jahren zu impfen. Ein Impfen jüngerer Menschen sei dennoch weiter möglich, solle aber sorgfältig abgewogen werden [STIKO]. Menschen unter 60 Jahren, die als erste Impfung den AstraZeneca-Impfstoff bekommen haben und bei denen die zweite Impfung ansteht, sollen laut einer Empfehlung des RKI 12 Wochen nach der ersten Impfung mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech oder Moderna geimpft werden [RKI gemischte Impfserie]. Diese Art der Kreuzimpfung scheint keine besonderen Nebenwirkungen hervorzurufen [Shaw; Hillus].

Gibt es weitere Verdachtsfälle?

Ja. Auf 5 Millionen AstraZeneca-Impfstoffdosen kommt es in 1 Fall zu einem sogenannten Kaplillarlecksyndrom. Beim Kaplillarlecksyndrom tritt in den feinsten Blutgefäßen, den Kapillaren, zu viel Flüssigkeit aus dem Blutgefäß in das umliegende Gewebe, was schwere Folgen haben kann. Die Krankheit wurde im Jahr 1960 zum ersten Mal beschrieben. Seitdem hat man weltweit nur einige hundert Fälle diagnostiziert. Menschen, die bereits ein Kaplillarlecksyndrom haben, sollen den AstraZeneca-Impfstoff nicht bekommen. Treten die typischen Beschwerden nach der Impfung auf, sollen die betroffenen Personen sofort intensiv behandelt werden. [AstraZeneca]

Es wurden auch Fälle von Guillain-Barré-Syndrom gemeldet. Bei dieser Krankheit entzünden sich Nerven, was zu vorübergehenden Lähmungen führen kann. Von den bislang 51 nach einer AstraZeneca-Impfung erkrankten Menschen mussten 6 intensivmedizinisch behandelt werden, 4 davon wurden invasiv beatmet, 2 starben. Da die 51 Fälle die übliche Erkrankungsrate übersteigen, hat die europäische Arzneimittelagentur EMA für den AstraZeneca-Impfstoff einen entsprechenden Warnhinweis beschlossen. [PEI 15.07.2021]

Gibt es auch bei den anderen Impfstoffen neue Verdachtsfälle?

Ja. In verschiedenen Ländern fiel auf, dass nach einer Impfung mit Comirnaty von BioNTech vor allem junge Männer häufiger eine Herzmuskelentzündung bekommen (Myocarditis). Die Entzündung ist mit Antibiotika in der Regel gut behandelbar. Genauere Daten stammen aus Israel, wo von Anfang an auch junge Menschen geimpft wurden. Dort liegt die Rate an Herzmuskelentzündungen in der Gesamtbevölkerung mit 1 auf 50.000 Personen bei Geimpften nicht höher als bei Ungeimpften. Bei Männern im Alter zwischen 14 und 24 wurden jedoch 1 Herzmuskelentzündung auf 3000 bis 6000 Personen beobachtet, was 5- bis 25mal mehr ist, als in dieser Altersgruppe ohne Impfung zu erwarten wäre. Ein wirklicher Beweis für einen Zusammenhang mit der Impfung ist das vorerst aber noch nicht. [Vogel] Auch Herzbeutelentzündungen (Pericarditis) scheinen bei Geimpften häufiger vorzukommen [Diaz].

Erbgut

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Impfstoffe das Erbgut verändern.

NACHGEFRAGT …

Was enthalten die Impfstoffe?

Zwei der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe enthalten sogenannte mRNA, die in winzige Fetttröpfchen verpackt ist. Der Begriff mRNA bedeutet Boten-RNA oder Boten-Ribonukleinsäure. Zwei weitere Impfstoffe enthalten DNA, oder Desoxyribonukleinsäure, die in Adenoviren verpackt ist. Sowohl Boten-RNA als auch DNA werden von Körperzellen aufgenommen und in Eiweißmoleküle (Proteine) des Virus übersetzt. Die Eiweißmoleküle lösen dann die Immunreaktion aus, die zum Schutz vor dem Virus führt [RKI].

Warum hat man Boten-RNA-Impfstoffe entwickelt?

Für die Impfung haben viele Forscherinnen und Forscher auf Boten-RNA gesetzt, weil sich solche Impfstoffe besonders schnell entwickeln und leicht in großer Menge herstellen lassen. Sie haben damit, was Impfungen angeht, Neuland betreten. Man kann also nicht auf langjährige Impf-Erfahrungen zurückgreifen. Allerdings hat man bei der Entwicklung von Wirkstoffen schon viel Erfahrung mit Boten-RNA gesammelt. Das Verhalten der Boten-RNA im menschlichen Körper ist also gut bekannt.

Kann die Boten-RNA im Impfstoff meinem Erbgut schaden?

Nein, das ist nicht möglich, weil sich Boten-RNA und menschliche Erbsubstanz chemisch unterscheiden. Man hat mit Gentechnik und Gentherapie seit vielen Jahrzehnten Erfahrung mit Veränderungen am Erbgut. Man weiß also sehr gut, was nötig ist, damit sich Erbgut verändert. Man kennt auch viele mRNA-Viren und weiß, dass sie das menschliche Erbgut nicht verändern [Sax]. Die Boten-RNA im Impfstoff kann auch in der Zelle nicht in menschliche Erbsubstanz umgewandelt werden.

Kann die DNA im Impfstoff meinem Erbgut schaden?

Jeder Mensch hat schon etliche Erkältungen mit Adenoviren durchgemacht. Bei diesen natürlichen Infektionen wurde bisher keine genetische Veränderung menschlicher Zellen beobachtet. Auch vermehren sich die speziellen Adenoviren, die für die Impfstoffe verwendet werden, nicht im menschlichen Körper, und sie werden schnell vernichtet. Deshalb besteht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kein Risiko, dass sich die DNA in den Impfstoffen in das menschliche Erbgut einbaut [RKI].

Aufwand

Sie werden je nach Impfstoff zweimal im Abstand von drei bis zwölf Wochen geimpft, der Impfstoff von Janssen wird nur einmal gespritzt. Eventuell soll die Impfung später aufgefrischt werden. Für die Impfung der gesamten Bevölkerung bringt das Gesundheitssystem sehr viel Geld und Personalressourcen auf.

NACHGEFRAGT …

Wieviel Zeit kostet mich die Impfung?

Sie müssen Zeit für folgenden Schritte einplanen: Weg zum Impfzentrum oder zur Arztpraxis, eventuell Warten, Aufklärungsgespräch, Injektion, 15 Minuten Nachbeobachtung, bei besonderem Risiko bis zu 30 Minuten. Nach 3 bis 12 Wochen wiederholt sich die Prozedur, möglicherweise im kommenden Jahr noch einmal für eine Auffrischimpfung [Ärzteblatt 17. Mai 2021]. Als Folge der Impfung können Sie aber auch Zeit sparen: Vollständig Geimpfte brauchen in bestimmten Situationen kein negatives Testergebnis vorzuzeigen, sie sparen also den Aufwand des Testens.

Welchen Aufwand muss die Gesellschaft treiben?

Um 80 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland impfen zu können, braucht man sehr viel Infrastruktur, Material und Personal. Dieser Aufwand muss gegen den Aufwand abgewogen werden, der durch noch längere Lock-Down-Maßnahmen entstehen würde. 

Risikofaktoren

Menschen mit einem oder mehreren Risikofaktoren sind besonders gefährdet, schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu sterben. Der mit Abstand wichtigste Risikofaktor ist das Alter – ältere Menschen mit COVID-19 erkranken und sterben öfter als jüngere. Je älter Sie sind und je mehr Risikofaktoren Sie haben, desto wahrscheinlicher ist es also, dass Sie selbst von der Impfung profitieren.

NACHGEFRAGT …

Wie groß ist die Gefahr, dass ich an COVID-19 sterbe?

Das hängt vor allem von Ihrem Alter ab. Von 10.000 Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind, sterben ohne Impfung [RKI STIKO].

    • im Alter zwischen 40 und 49 Jahren: 7
    • im Alter zwischen 50 und 59 Jahren: 30
    • im Alter zwischen 60 und 69 Jahren: 160
    • im Alter zwischen 70 und 79 Jahren: 580
    • im Alter zwischen 80 und 89 Jahren: 1200
    • ab dem Alter von 90 Jahren: 1560
Welche Risikofaktoren gibt es noch?

Neben fortgeschrittenem Alter erhöhen auch viele Krankheiten die Gefahr für einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung [Rößler]. Die Zahlen in der folgenden Auflistung geben an, wieviele von 100 an Covid erkrankten Menschen mit einem bestimmten Risikofaktor einen schweren Covid-Verlauf haben. Wenn beispielsweise Menschen, die sich wegen Blutkrebs in Behandlung befinden, an Covid erkranken, haben ungefähr 32 von 100 einen schweren Verlauf.

    • Blutkrebs mit Therapie: 32 von 100
    • Metastasierter Krebs mit Therapie: 28 von 100
    • Demenz: 24 von 100
    • Metastasierter Krebs ohne Therapie: 23 von 100
    • Herzschwäche: 22 von 100
    • Alter 75-79: 20 von 100
    • Dialyse: 19 von 100
    • Krebs mit Therapie: 18 von 100
    • Schwere Leberkrankheiten: 17 von 100
    • Down-Syndrom: 16 von 100
Was haben die Risikofaktoren mit der Impfung zu tun?

Man kann es auf die einfache Formel bringen: Je höher das Risiko, desto höher der mögliche Gewinn. Zum Vergleich: Wenn 100 Menschen bei schneller Fahrt einen Unfall haben, verhindert ein Airbag mehr Todesfälle, als wenn die Menschen Schrittgeschwindigkeit fahren. Für die Impfung bedeutet das: Je höher Ihr persönliches Risiko ist, schwer zu erkranken oder zu sterben, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass Sie von der Impfung profitieren.

Alternativen

Ein knappes Jahr ist vom Ausbruch der COVID-19-Pandemie bis zur Zulassung der ersten Impfung vergangen. In dieser Zeit ohne Impfstoff hat man in allen Ländern der Erde Strategien ausprobiert, wie man dem Virus begegnen kann. Im Vergleich zur Impfung schneiden diese Strategien schlechter ab: Sie führen zu mehr Todesfällen oder Firmenpleiten oder lassen uns erst später zu einem normalen Leben zurückkehren.

NACHGEFRAGT …

Kann die Impfung die Pandemie beenden?

Ja, wenn sich ausreichend viele Menschen impfen lassen. In Dänemark sind 96 von 100 Menschen über 65 Jahren geimpft. Deshalb hat das Land alle Corona-Einschränkungen aufgehoben und ist zu einem Leben wie vor der Pandemie zurückgekehrt [Deutsches Ärzteblatt 10.9.2021]. Experten sind sich aber einig, dass der COVID-19-Erreger in Zukunft zu unserem Leben gehören wird. Impfstoffe können, wie bei der saisonalen Grippe, an Veränderungen des Virus angepasst werden. [RKI STIKO].

Welche alternativen Strategien gegen COVID-19 gibt es?

Es sind grundsätzlich vier alternative Strategien denkbar:

    • Ein vollständiger, weltweiter Lockdown auf unbestimmte Zeit könnte verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Die Pandemie käme zum Erliegen. Nachteil: Das wäre politisch kaum durchsetzbar und hätte weitere schwere menschliche, kulturelle und wirtschaftliche Folgen. Inselstaaten wie Australien und Neuseeland hatten mit Abschottung und ultrastrengen Lockdowns die Pandemie sehr gut im Griff. Ohne durchgestandene Infektionen und ohne Impfungen bleibt die Bevölkerung jedoch dauerhaft anfällig für Infektionen.
    • Ein Lockdown mit Tragen eines Mund-Nasenschutzes, Kontaktbeschränkungen, Schließen bestimmter Einrichtungen und intensivem Testen und Nachverfolgen infizierter Personen könnte verhindern, dass zu viele Menschen schwer erkranken und sterben. Die Maßnahmen sind dabei unterschiedlich effektiv [Mendez-Brito]. Nachteil: Das würde die jetzige Situation vermutlich auf viele Jahre fortschreiben.
    • Ein Ende des Lockdowns und der Maßnahmen würde irgendwann zu einem Herdenschutz und damit auch zu einem Ende der Pandemie führen. Nachteil: Die Infektions- und Sterbezahlen würden weiter in die Höhe schnellen, das Gesundheitssystem wäre auf Monate hinaus völlig überlastet. Versuche mancher Staaten, rasch eine Herdenimmunität zu erreichen, sind gescheitert [Deutsches Ärzteblatt, Schweden].
    • Eine wirksame Behandlung könnte schwere Verläufe und Todesfälle verhindern. Bei der Immunschwäche-Krankheit AIDS, die vom HI-Virus ausgelöst wird, hat diese Strategie gut funktioniert. Gegen eine COVID-Erkrankung wurden verschiedene Substanzen geprüft, wie etwa das Kortison-ähnliche Mittel Dexamethason sowie der monoklonale Antikörper Bamlanivimab. Außerdem hat die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA mit REGN-COV2 einen Wirkstoff für die Behandlung besonders gefährdeter Menschen zugelassen. Nachteil: Die Wirksamkeit der Mittel ist, wenn überhaupt vorhanden, sehr begrenzt [RECOVERY; AWMF; Bariola], sie haben Nebenwirkungen und sie haben ihre Wirksamkeit nur bei Menschen gezeigt, die auf der Intensiv-Station schon auf Beatmung angewiesen waren. Es gibt erste Hinweise, dass das Asthmamittel Budesonid frühzeitig eingesetzt einige schwere Verläufe verhindern könnte [Ramakrishnan]. Auch soll das Virenmittel Remdesivir für Personen mit Lungenentzündung, aber noch ohne intensive Beatmung nützlich sein [IQWiG]. Dennoch lässt sich COVID-19 derzeit mit Medikamenten nicht wirksam in Schach halten [AWMF].

Erkrankung

Wer sich gegen eine Impfung entscheidet, nimmt das Risiko in Kauf, sich anzustecken – und dann auch andere anzustecken. Mit einer Impfung ist dieses Risiko nicht gleich Null, aber es ist um ein Vielfaches geringer. Eine Infektion verläuft bei vielen Menschen völlig harmlos. Sie kann aber auch gravierende Folgen haben: Man kann monatelang geschwächt sein, schwer erkranken, oder sterben. Auch wenn man selbst keine oder nur leichte Beschwerden hat, kann das ernsthafte Folgen haben: Dann sind besonders viele Viren im Mund- und Rachenraum, die andere Menschen anstecken können.

NACHGEFRAGT …

Welche Ausmaße hat die Pandemie?

Bis 16. September gab es in Deutschland etwa 4,11 Millionen erfasste COVID-19-Fälle und 92.800 Todesfälle. Weltweit gab es etwa 226 Millionen Erkrankungen und 4,65 Millionen Todesfälle [WHO Dashboard]. Ältere Menschen sterben weit häufiger als jüngere Menschen. Über 1 Millionen Kinder weltweit haben Schätzungen zufolge einen ihrer primären Versorger wie Eltern oder Großeltern an Covid verloren. Besonders schwer traf es Peru, wo von 1 von 100 Kindern mindestens ein Eltern- oder Großelternteil starb. [Hillis]

Welche Folgen hat eine Erkrankung?

Als grobe Faustregel kann gelten: Die eine Hälfte der Infizierten hat keine Beschwerden. Die andere Hälfte hat Beschwerden wie Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust, Luftnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gedächtnisstörungen, oder ausgeprägte Erschöpfung und Müdigkeit. Frauen können in ihrer Fruchtbarkeit eingeschränkt sein. Zu den schweren Folgen zählen Lungenentzündung, Organversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall [Katsoularis; Ding] und Tod. Menschen mit Luftnot können im Krankenhaus künstlich beatmet werden. Von 100 Menschen im Alter von 80 bis 89 Jahren, die an COVID-19 erkrankt sind, kommen fast 30 in die Klinik [RKI STIKO]. Schätzungen für Deutschland zeigen, dass ein an COVID-19-gestorbener Menschen im Durchschnitt 9,6 Lebensjahre verliert [Rommel]. Bis Mitte Februar wurden weltweit über 20 Millionen Lebensjahre durch COVID-19 verloren [Pifarré i Arolas].

Was bedeutet COVID-19 für Schwangere?

Eine Auswertung von Daten aus den USA zu knapp 12.000 Schwangeren mit COVID-19 gegenüber 850.000 Schwangeren ohne COVID-19 ergab, dass Infizierte [Chinn] …

    • häufiger Frühgeburten haben (16 Prozent gegenüber 12 Prozent),
    • häufiger auf die Intensivstation kommen (5 Prozent gegenüber 1 Prozent),
    • häufiger beatmet werden (1,5 Prozent gegenüber 0,1 Prozent),
    • häufiger sterben (0,1 Prozent gegenüber unter 0,01 Prozent).
Wenn ich keine starken Beschwerden habe, ist die Infektion dann ein Problem?

Ja. Wer keine, noch keine oder nur leichte Beschwerden hat, trägt besonders viele Viren in seinem Mund- und Rachen. Das gilt auch für Kinder [Jones]. Scheinbar gesunde oder nur geringfügig Kranke können so eine ernsthafte Gefahr für andere darstellen und erheblich zum Infektionsgeschehen beitragen

Heilt eine COVID-19-Erkrankung bald aus?

Bei vielen Menschen ja, aber bei einigen nicht. Man beobachtet ein Phänomen, das „Long COVID“ genannt wird. Daten aus Großbritannien zeigen, dass nach fünf Wochen jeder fünfte erfasste COVID-19-Infizierte noch Beschwerden hat, und nach 12 Wochen noch jeder zehnte. Zu den Beschwerden zählen zum Beispiel: Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Vergesslichkeit und Konzentrationschwäche (“nebeliges Gehirn”), Schlafprobleme, Gelenkschmerzen, Depression und Angstzustände, Appetitverlust und Verdauungsprobleme [Venkatesan; NHS]. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass eine COVID-Erkrankung die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann [Hampshire].

Daten aus Schweden zeigen: Von Person aus dem Gesundheitswesen mit anfänglich nur leichten COVID-Symptomen hat nach über 8 Monaten noch etwa jede zehnte Person Beschwerden, die ihr berufliches, soziales oder häusliches Leben spürbar beinträchtigen [Havervall].

Gibt es Long COVID auch bei Kindern?

Ja, allerdings scheinen Kinder weniger Langzeitfolgen zu haben als Erwachsene. Eine Studie aus der Schweiz deutet an, dass 2 von 100 infizierten Kindern COVID-typische Beschwerden haben, die länger als 3 Monate andauern und die vermutlich auf die COVID-Infektion zurückgehen [Radtke]. Eine Studie aus England an infizierten und nicht-infizierten Kindern im Alter von 5 bis 17 Jahren ergab: Eine COVID-Infektion führt offenbar zu länger andauernden Beschwerden wie Kopfweh und Erschöpfung, die umso länger andauern, je älter die Kinder sind. Die konkreten Zahlen der Studie: Sie untersuchte gut 250.000 Kinder, von denen knapp 2.000 Kinder positiv getestet wurden. Bei infizierten Kindern dauerten die Beschwerden im Schnitt 6 Tage, bei nicht-infizierten Kindern 3 Tage. Nach 1 Monat hatten 4 von 100 infizierten Kindern noch Beschwerden, und  1 von 100 nicht-infizierten Kindern. Nach 3 Monaten hatten 2 von 100 infizierten Kindern noch Beschwerden. [Molteni]

Erhöht Long COVID meine Gefahr, zu sterben?

Ja. Eine Untersuchung von Krankheitsverläufen von knapp 75.000 COVID-Infizierten in den USA hat Folgendes ergeben: Von 1000 relativ leicht an COVID Erkrankten, die nicht im Krankenhaus behandelt wurden, sterben in der Zeit von einem Monat bis einem halben Jahr nach der Diagnose etwa 23 Personen, in einer Vergleichsgruppe mit nicht an COVID-Erkrankten etwa 14 Personen [Al-Aly].

Sind die Mutationen besonders gefährlich?

Ja. In England, Südafrika, Brasilien, Indien und anderen Ländern sind Varianten des Virus aufgetaucht, die sich teilweise besonders leicht und schnell verbreiten und die auch teilweise tödlicher sein könnten. In Deutschland ist die Delta-Variante mit einem Anteil von über 98 Prozent sehr dominierend. [RKI].

Methodik

Grundlage für diese Information sind primär aktuelle und hochwertige systematische Übersichtsarbeiten, insbesondere die wissenschaftliche Begründung für die Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission am RKI. Zudem wurden die offiziellen Zulassungsdokumente für die einzelnen Impfstoffe einbezogen. Um auch die internationalen Erkenntnisse aus dem breiten Einsatz der Impfstoffe zu berücksichtigen, vor allem bezüglich potenzieller Nebenwirkungen, schwerer Verläufe und Sterblichkeit, wurden auch hinreichend große und hochwertige Kohortenstudien geprüft. Zu Aussagen bezüglich der Behandlung wurden nationale und internationale Leitlinien berücksichtigt, wenn sie eine systematische Evidenzaufbereitung zur Grundlage hatten.

Um den sehr schnell wachsenden Erkenntnisgewinn abbilden und den Umgang mit teils vorläufigen Veröffentlichungen (preprint) angemessen absichern zu können, werden relevante Quellen und Datenbanken regelmäßig von mindestens zwei DNGK-Mitgliedern gesichtet.

Quellen

Al-Aly, Ziyad, Yan Xie, and Benjamin Bowe. "High-dimensional characterization of post-acute sequalae of COVID-19." Nature, April 22, 2021. https://doi.org/10.1038/s41586-021-03553-9.
Baraniuk, Chris. "Covid-19: How effective are vaccines against the delta variant?" BMJ, August 9, 2021, n1960. https://doi.org/10.1136/bmj.n1960.
Bariola, J Ryan, Erin K McCreary, Richard J Wadas, Kevin E Kip, Oscar C Marroquin, Tami Minnier, Stephen Koscumb, et al. "Impact of bamlanivimab monoclonal antibody treatment on hospitalization and mortality among non-hospitalized adults with SARS-CoV-2 infection." Open Forum Infectious Diseases, May 17, 2021. https://doi.org/10.1093/ofid/ofab254.
Bergwerk, Moriah, Tal Gonen, Yaniv Lustig, Sharon Amit, Marc Lipsitch, Carmit Cohen, Michal Mandelboim, et al. "Covid-19 Breakthrough Infections in Vaccinated Health Care Workers." New England Journal of Medicine, July 28, 2021, NEJMoa2109072. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2109072.
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Archiv

Regelmäßig wird geprüft, ob sich aus den neuen Daten Änderungsbedarf ergibt. Die Dokumentation der Änderungen finden Sie im COVID-Cube-Archiv.


Autoren:  Christian Weymayr, Corinna Schaefer
Letzte Überarbeitung: 17.09.2021