Barrierefreie Gesundheitskommunikation

Das DNGK fördert die Barrierefreie Gesundheitskommunikation.
Informationen über diese Aktivitäten finden Sie hier unter

Aus der AG Leichte Sprache wird die „AG Barrierefreie Gesundheitskommunikation“

Im Juni 2020 gründete sich im DNGK die AG Leichte Sprache. Ziel war es, Methoden- und Qualitätsstandard für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen in Leichter Sprache zu fördern. Gründungsmitglieder waren unter anderem Mitarbeiter(inn)en des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin, des Krebsinformationsdienstes, von Special Olympics Deutschland und der Forschungsstelle Leichte Sprache der Stiftung Universität Hildesheim. Zu letzterer gehören die gewählte Sprecherin, Prof. Dr. Christiane Maaß, und die stellvertretende Sprecherin, Sarah Ahrens.

Bald nach der Gründung zeigte sich, dass in der AG nicht nur die Leichte Sprache vertreten war, sondern gerade auch die Einfache Sprache. Die Leichte Sprache zeichnet sich durch ihre Listenform und ihre ausgesprochene sprachliche Einfachheit aus. Die Einfache Sprache hingegen bildet ein breites Spektrum an sprachlichen Komplexitätsniveaus ab – von einer Leichte-Sprache-ähnlichen Form bis hin zu einer fast standardsprachlichen Form.

Zudem wurde schnell klar, dass die Arbeit der AG sich nicht auf die schriftliche Kommunikation beschränkte. Gerade für die Leichte Sprache ist die schriftliche Form charakteristisch. Im Zentrum standen aber auch Arzt-Patienten-Gespräche sowie audiovisuelle Medien – also Videos, aber auch Audioaufnahmen.

Gegenstand der besprochenen Themen in der AG waren immer wieder die Kommunikationsteilnehmer(inn)en, Kommunikationssituationen und Medialitäten, das heißt: Über welchen Kanal werden die Informationen übertragen?

Da die in der AG vertretenen Kompetenzen und Interessen über die Leichte Sprache hinaus gingen, begannen vor wenigen Monaten die Überlegungen zur Umbenennung der AG. Es war ersichtlich, dass die Bedürfnisse der Zielgruppen und damit die Fokussetzung der Expert(inn)en über die (geschriebene) Leichte Sprache hinausgehen. Die gesamte Gesundheitskommunikation im Spannungsfeld zur Barrierefreiheit und zur Evidenzbasiertheit sollte in den Fokus rücken.

Die Entscheidung fiel deshalb demokratisch auf den jetzigen Namen: Barrierefreie Gesundheitskommunikation.

Derzeit arbeitet die AG weiterhin schwerpunktmäßig zur verständlichkeitsoptimierten, schriftlichen Kommunikation – also zur Leichten und Einfachen Sprache. In Zukunft ist die AG mit dem neuen Namen offen für weitere Felder der barrierefreien Gesundheitskommunikation. Wir hoffen, dass sie damit aber auch attraktiv für weitere Expert(inn)en aus dem breiten Feld der barrierefreien Gesundheitskommunikation wird.

Aktuelle Tätigkeit der AG Barrierefreie Gesundheitskommunikation: Die AG dient den Mitgliedern als Austausch- und Diskussionsplattform. Hier können aktuelle Projekte vorgestellt und Ansätze und Ideen mit anderen Expert(inn)en besprochen werden.

Nächste Schritte: Nach der Änderung des Namens ändert die AG nun auch ihren Webseiteninhalt.

Wir freuen uns über weitere Mitglieder, die aktiv und gestaltend an der AG teilnehmen möchten!

Autorin: Sarah Ahrens (stellvertretende Sprecherin der AG Barrierefreie Gesundheitskommunikation), Ahrens.Sarah@mh-hannover.de

Link zur Webseite der AG: https://dngk.de/leichte-sprache/

Was ist Leichte Sprache?

Leichte Sprache hat zum Ziel, Menschen mit Lese- und Verständnisschwierigkeiten den Zugang zu Informationen zu ermöglichen. Sie ist besonders leicht verständlich. Für die sprachliche Ausdrucksweise gibt es ein Regelwerk, welches seit 2006 vom Netzwerk Leichte Sprache herausgegeben wird. Neben Sprachregeln gibt es Rechtschreibregeln sowie Empfehlungen zu Typografie und zum Mediengebrauch. Auch Menschen mit geringer Sprachkompetenz im Deutschen können mithilfe der leichten Sprache Texte leichter verstehen. Ziel ist es, dass sie sich beispielsweise besser in Politik und Gesellschaft beteiligen können. Gedacht ist die leichte Sprache beispielsweise für Menschen, die Lernschwierigkeiten haben, Menschen, die nicht gut lesen können, ältere Menschen, Jugendliche sowie für Menschen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen.

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2017/fk28-broschuere-leichte-sprache.php

Gesundheitsinformationen in leichter Sprache

Informationen zu Gesundheit und Krankheit sind häufig schwer verständlich. Hierfür gibt es verschiedene Gründe:

    • Die medizinischen Themen und Ausdrücke sind nicht jedem verständlich.
    • Häufig sind die Formulierungen sehr kompliziert.

Gute Gesundheitsinformationen werden manchmal nur deshalb nicht berücksichtigt, weil die Inhalte zu kompliziert geschrieben sind. Wissenschaftler haben festgestellt, dass leichte Sprache für viele Menschen eine wichtige Hilfe ist.

Aus diesem Grund verweisen wir beispielhaft auf Gesundheitsinformationen in Leichter Sprache: DNGK-Sammlung “Gesundheits- und Patienteninformationen in Leichter Sprache

 

Aktuelle Projekte

Sprecherinnen der AG

 

Christiane Maaß
Christiane Maaß
Vorsitzende der AG
sekiuef [at] uni-hildesheim.de

 

 

Sarah Ahrens
Sarah Ahrens
Stellv. Vorsitzende der AG
ahrens.sarah [at] mh-hannover.de

 

 


Autor: DNGK-Redaktionsteam
Letzte Überarbeitung: 19.06.2021