DNGK News Juni 2020

DNGK News Juni 2020

Vom zentralen zum dezentralen Infektionsschutz? Klare Kommunikation, Kompetenzvermittlung und geteilte Verantwortung

ist eine aktuelle Stellungnahme des Kompetenznetzwerks Public Health COVID-19 überschrieben. Die Pandemie ist nicht vorbei, aber ein großer Teil der Bevölkerung sehnt sich nach Normalität. Wie das wissensbasiert und fair gelingen kann, haben Wissenschaftler*innen aus 24 Fachgesellschaften, die gemeinsam im Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 arbeiten, zusammengefasst. Vor allem drei Dinge fordert das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 von den politisch Verantwortlichen, damit Bürgerinnen und Bürger auch bei Rücknahme der Pandemie-bedingten Beschränkungen vor Infektionen geschützt werden:

    1. ein gemeinsames, wissenschaftlich begründetes Vorgehen der Bundesländer zu COVID-19, bei dem die Maßnahmen zum Infektionsschutz immer wieder nachvollziehbar gegen deren Folgeschäden abgewogen werden;
    2. eine transparente Begründung von regional unterschiedlichen Vorgehensweisen, um dem Eindruck von Beliebigkeit entgegenzuwirken und die hohe Motivation der Bürgerinnen und Bürgern zu unterstützen und
    3. eine klare, wertschätzende und ermutigende Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern und einen klaren Appell an die gemeinsame Verantwortung.

Die größte Herausforderung: Soziale Ungleichheit

Auf einen drängenden Missstand macht das Kompetenznetz aufmerksam, für den es keine schnelle Lösung gibt: Viele Menschen leben oder arbeiten derzeit unter Bedingungen, die es ihnen unmöglich machen, sich und andere vor Infektionen zu schützen: Sie müssen auf engem Raum zusammenleben, trotz Krankheit oder unzureichend geschützt arbeiten. Dies betrifft vor allem vulnerable Bevölkerungsgruppen. „Die Forderungen nach geteilter Verantwortung, Kommunikation und Kompetenzerwerb richten wenig aus, solange unsere Gesellschaft und die politisch Verantwortlichen solche Rahmenbedingungen akzeptieren und nicht grundsätzlich ändern“, so Corinna Schaefer, Vorsitzende DNGK. Gemeinsam mit dem DNGK-Vorstandsmitglied Eva-Maria Bitzer war sie an der Koordination der Stellungsnahme beteiligt. Die vollständige Stellungnahme finden Sie unter https://tinyurl.com/y9h7njf6.

DNGK-Web-Seminar “Fake News” – 25. September

Am 25.9. sollte der 3. Kölner Workshop zum Thema Selbsthilfe stattfinden. Pandemie-bedingt ist die Veranstaltung nun für 2021 geplant. Stattdessen wird für die Mitglieder und Partner des DNGK ein Web-Seminar zum Umgang mit Falschnachrichten in Medien (siehe hierzu das im Mai publizierte Factsheet   https://dngk.de/news-mai-2020/) durchgeführt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Vereinsnachrichten

Fachbereiche und Arbeitsgruppen
  • Ende Juni tagte erstmals die Arbeitsgruppe Leichte Sprache und Gesundheitskompetenz.  In diesem Rahmen werden in Kürze Grundprinzipien und Forschungsstand zu leichter und einfachter Sprache sowie evienzbasierten Patienteninformationen zusammengestellt und den Netzwerk-Mitgliedern zugänglich gemacht.
Wir begrüßen neue Mitglieder und Partner

Im Juni konnten wir vier Neumitglieder begrüßen. Das Netzwerk ist nun auf 94 Mitglieder angewachsen. Wir freuen uns über die neu eingegangene Partnerschaft mit DIPEx Schweiz – Patienten erzählen unter der Leitung von Frau Professor Nikola Biller-Andorno. 

Mitgliederversammlung und Vorstandswahl 2020

Die Mitgliederversammlung 2020 findet aufgrund der Pandemie als Videokonferenz am 25. November statt. In diesem Rahmen wird unter anderem auch der Vereinsvorstand neu gewählt.

Geschäftsstelle ab 1. Juni an neuem Ort

Zur Stärkung der Geschäftsführung wurde die Geschäftsstelle des DNGK zum 1. Juni 2020 an das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln verlagert. E-Mail-Adresse, Postanschrift und Telefonnummern bleiben unverändert (siehe auch unter Impressum)