COVID-Cube 

Das DNGK möchte den Austausch über Gesundheitskompetenz auf fachlicher Ebene fördern. Aber nicht nur. Wir möchten auch exemplarisch zeigen, wie gute Gesundheitsinformationen aussehen könnte – zum einen, um die Endnutzerin und den Endnutzer tatsächlich zu informieren, zum anderen, um über die Darstellung in einen fachlichen Austausch zu kommen. Als ein Beispiel bieten wir den Entscheidungswürfel des DNGK an. Entwickelt wurde der Würfel von DecisionCube. Wir haben ihn für unsere Zwecke und Themen angepasst.

Eine erste aktuelle Anwendung war der COVID-Cube. Er sollte Nutzerinnen und Nutzern helfen, sich darüber klar zu werden, ob sie sich gegen COVID-19 impfen lassen wollen oder nicht. Der COVID-Cube war vom 12. Februar bis zum 31. Oktober 2021 online. Er wurde in dieser Zeit 14.000-mal genutzt.

Kompetenznetz Public Health zu COVID-19

Das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 “PHC” ist ein ad hoc-Zusammenschluss von wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health, die ihre epidemiologisch-statistische, sozialwissenschaftliche, (bevölkerungs-) medizinische und methodische Fachkenntnis hier bündeln. Gemeinsam vertritt das Kompetenznetz mehrere Tausend Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ziel ist es, schnell und flexibel interdisziplinäre Expertise zu COVID-19 für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung zu stellen.

Dafür werden wissenschaftliche Erkenntnisse erstellt, aufbereitet und in verständlicher Form verbreitet. Die inhaltlichen Produkte werden in Arbeitsgruppen erstellt, unter anderem durch die AG Gesundheitskompetenz.

Das DNGK ist dem Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 am 3. April 2020 beigetreten und wird in der Steuergruppe durch die Vorstandsmitglieder Corinna Schaefer, Eva Maria Bitzer und Marie-Luise Dierks vertreten.

Arbeitsergebnisse des PHC (z. B. Factsheets und andere Entscheidungshilfen) finden Sie hier.

Factsheet “Umgang mit Falschnachrichten in Medien”

Das Factsheet “Umgang mit Falschnachrichten in Medien” wurde von Mitgliedern des DNGK erarbeitet.

Kernbotschaften

  • Menschen in Deutschland haben mehrheitlich ein gutes Wissen und Informationsverhalten zu COVID-19, sie vertrauen am ehesten der Wissenschaft und dem Wissenschaftsjournalismus.
  • Falschnachrichten kommen in allen Medien vor, richten Schaden an, beziehen sich häufig auf Regierungen und internationale Organisationen (z. B. WHO) und werden durch die Social Media Plattformen nicht konsistent gelöscht oder richtiggestellt.
  • Das Richtigstellen von Falschnachrichten ist vermutlich wirksam, möglicherweise aber nicht bei allen Zielgruppen; es zeigte in den Studien keine unerwünschten Wirkungen.
  • Richtigstellungen sollten von unabhängigen wissenschaftlichen und journalistischen Institutionen vorgenommen werden. Diese sollten gestärkt und unterstützt werden.

Letzte Überarbeitung: 30.08.2022